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964 Carrera 3,8 RS / RSR Turbo-Look M491

Im Frühjahr 1993 kündigte die Porsche Presseabteilung eine neue, extrem sportliche Interpretation des Themas 911 an. Als Basis für die Motorsportvariante 911 Carrera RSR 3.8 ( M 005 ), die ab April 1993 im ADAC GT-Cup eingesetzt wurde, hatte die Rennsportabteilung den Porsche 964 Carrera RS 3.8 als Strassensportwagen ( M 004 ) und für den Clubsport ( M 003 ) entwickelt. Der in Weissach in Handarbeit gebaute Carrera RS 3.8 stellte die extrem sportlichen 964 RS erneut in den Schatten.

Mit der breiten Karosserie ( M 491 ) und einem Sportfahrwerk basierend auf dem des 3,6 Turbo, einem modifizierten Frontspoiler und einem markanten, sechsfach verstellbaren Heckflügel, hob sich der auf dreiteiligen 18-Zoll-Speedline-Felgen, auf Wunsch mit Zentralverschluss, rollende RS 3.8 deutlich von den konventionellen RS ab, deren Gewicht er zudem um 140 Kilogramm unterbot.


Quelle: Porsche AG



Ermöglicht wurde diese Gewichtsreduzierung durch zahlreiche Massnahmen. Dazu zählte die Verwendung von glasfaserverstärktem Kunststoff für den Heckdeckel, von Aluminium für Fronthaube und Türen sowie von Dünnglas für die Seiten- und Heckscheiben. Der Verzicht auf jede Komfortausstattung, wie elektrische Fensterheber oder eine elektrische Sitzverstellung und die hintere Sitzanlage, half weitere Kilos einzusparen. Auch eine Servolenkung war nicht vorgesehen.


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Eine besonders intensive Überarbeitung erfuhr der Motor.


Durch eine Erhöhung der Bohrung von 100 auf 102 Millimeter bei gleichbleibendem Hub von 76,4 mm, ergab sich ein Hubraum von genau 3746 ccm. Der Sechszylindermotor erhielt grössere, aber leichtere Kolben. Seine Überarbeitung beinhaltete ferner leichtere Kipphebel in Feingusstechnik, überarbeitete Ventile, einen modifizierten Ansaugtrakt mit Einzeldrosselklappen sowie die damals neueste Bosch Motronic mit Heissfilm-Luftmassenmessung. Eine zweiflutige Auspuffanlage mit weniger Gegendruck und zwei geregelten Katalysatoren rundeten die umfangreiche Leistungskur ab. "Das Ergebnis ist der reine Genuss: min 300 PS liegen bei 6500/min an", schwärmte Rallyeweltmeister Walter Röhrl in der Porsche Hauszeitschrift Christophorus.



   "Dieses Auto macht Freude"...
Walter Röhrl testet den Carrera RS 3.8

     Christophorus 4/1993

"... min 300 PS liegen bei 6500/min an", schwärmte Rallyeweltmeister Walter Röhrl in der Porsche Hauszeitschrift Christophorus.




Mit viel Feingefühl hatten die Porsche Techniker auch das Fahrwerk der neuen Leistung angepasst: Eine straffe Auslegung der Federn und Gasdruckdämpfer, kräftige, verstellbare Stabilisatoren ( 24mm für hinten ) und die bei Porsche übliche, äusserst leistungsfähige Bremsanlage (vorne vom Turbo 3.6, hinten von der Rennversion des Carrera RS) sorgten dafür, dass die Leistung sicher auf die Strasse gebracht werden konnte.


Quelle: Porsche AG



Eine zweiflutig mündende Auspuffanlage mit weniger Gegendruck und zwei Katalysatoren rundeten die umfangreiche Leistungskur ab.



Es gelang dabei sogar das Kunststück, ein gewisses Maß an Fahrkomfort zu erhalten. „Die gnadenlose Härte des Fahrwerks, die das Kürzel RS erwarten lässt, gehört allerdings nicht zu den Umgangsformen dieses Extrem-Elfers“, lobte die Zeitschrift auto motor und sport.


Quelle: Porsche NA

  



Den Porsche Carrera RS 3.8 gab es in den Farben Indischrot, Grandprixweiss, Maritimblau, Speedgelb und Schwarz. Ein Blutoranges Exemplar ist ebenfalls bekannt.


Für den auch in den USA angebotenen RSR griff Porsche aber auf ROW ( Rest of World ) Fahrzeuge zurück. US-Fahrgestellnummern wurden nicht vergeben.





one of one 3,8 RSR für Australien
Entgegen der oft verbreiteten Meinung es gäbe keine Rechtslenker, existieren sehr wohl 4 Exemplare
( 3 RS und 1 RSR ) mit Rechtslenkung.























Stückzahlen


NEWS 2012 - ALLE JEMALS GEBAUTEN RS und RSR LIEGEN DEM TL-R NUN EXKLUSIV VOR - WIEDER EINMAL SIND DIE BISLANG VERÖFFENTLICHTEN ANGABEN ZU FARBEN UND STÜCKZAHLEN LEIDER FALSCH!

Demnächst mehr ...



Ein Wagen ist weiss, der andere silbern - beide sind Linkslenker (LHD), allerdings sind deren Fahrgestellnummern - WP0ZZZ96ZPS496107 und WP0ZZZ96ZPS496109 - in der offiziellen Porscheagenda nicht aufzufinden.



Technik








Karosserie:  
zweitürig, Coupe, Heckspoiler, Aluminium Fronthaube und Türen, Dünnglasscheiben
Motor:
luftgekühlt, sechs Zylinder, vierventil Boxermotor, Trockensumpf, Zwei 3-Wege Katalysatoren geregelt, Doppelzündung

Motordaten:

Bohrung: 102mm; Hub: 76,4 mm ; Hubraum: 3746 cc ; Verdichtung 11,0:1

Leistung:

221kW/300PS bei 6500 U/min ( 238kW/325PSbei 6900 U/min )

Getriebe:

5 Gang Getriebe von Carrera RS 1992 RS-Schwungrad
Bremsen:
hydraulisch, Zweikreisbremssystem 4 fach entlüftet, gebohrte Bremsscheiben, ABS
Räder:
Vorne: 235/40 ZR18 auf 9J x 18 Leichtmetallrädern(Speedline) ; Hinten: 285/35 ZR 18 auf 11J x 18 Leichtmetallrädern ( Speedline )
Gewicht:Leergewicht 1210 kg
Daten:
von 0 km/h auf 100 km/h in 4,9 Sekunden; von 0 km/h auf 200 km/h in 16,6 Sekunden - Topspeed 270 km/h
Optionen:
Radio/Cassetten system; Airbag; Club Sport Paket - Überrollbügel,Feuerlöschsystem,6-Punkt Gurte


Rennsport



Der Code M 003 RENNSICHERHEITSEINRICHTUNG, meist landläufig als "Clubsportpaket" betitelt, beinhaltet folgende Optionen :
  • MATTER ÜBERROLLKÄFIG AUS STAHLROHR MIT DER KAROSSE VERSCHWEISST
  • DOPPEL-FEUERLÖSCHER VON MINIMAX
  • 6-PUNKT GURTE VON SCHROTH, RECARO SPG RENNSITZE MIT NOMEX BEZUG,
  • WEGFALL DES TEPPICH UND DES DACHHIMMELS.








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Im Code M 005 " RENNWAGEN" sind diese Optionen neben weiteren Features, wie z.B dem Catchtank, enthalten.


























Nachstehends Bild zeig die typische Ausstattung eines 964 3,8 RSR

Die FIN-Verifizierung und Optionsdekodierung - Service für Mitglieder des TURBO-LOOK Registers






© Norbert Franz